Äpfel und Birnen

Hallo zusammen,

ich bin Maximilian und Azubi im 1. Lehrjahr zum Industriekaufmann für Europa.

Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen und euch 2 spannende Berufe vorstellen.

Meine erste Ausbildung habe ich als Elektroniker für Betriebstechnik absolviert. Dieser Beruf wird auch bei Steuler ausgebildet. Es handelt sich um einen handwerklichen Beruf im Bereich der Elektrotechnik bei welchem man Fertigkeiten erlernt, um elektronische Anlangen zu planen, zu bauen und in Betrieb zu nehmen.

Nix verstanden? Kein Problem!

Einfach ausgedrückt lernt man wie man Maschinen und Anlagen repariert, um die benötigten Funktionen erweitert oder neue Anlagen plant. Bestandteil der Ausbildung sind auch Elektromotoren und deren Besonderheiten sowie erneuerbarer Energien und Solaranlagen.

Zuerst beginnt man mit den theoretischen Grundlagen, welcher vermutlich jeder aus dem Physikunterricht kennt (z.B. dem Ohm’schen Gesetz). Mit den Grundlagen ist man aber recht schnell durch und beginnt mit den berufsbezogenen Themen. Dazu gehört unter anderem die Auswahl der richtigen Kabel und Leitungen für die verschiedenen Anwendungen. Es ist wichtig das richtige Material auszuwählen, da eine zu dünne Leitung schnell gefährlich wird und sogar zu einem Brand führen kann. Auch die Auswahl der richtigen Sicherungen und Steuerelemente für die Anlage ist wichtig, um einen einwandfreien und störungsfreien Betrieb zu gewährleisten. Die wichtigsten Merkmale in Sachen Sicherheit sind genormt. An diese Normen muss man sich zwingend halten!

Was viele nicht wissen ist, dass der Beruf recht mathematisch ist, da man bevor man die Anlage baut in der Planungsphase alle Komponenten auswählen und deren Eignung rechnerisch überprüfen muss.

Wenn man die Ausbildung weiterführt, wird man auch mit elektronischen Bauteilen wie programmierbaren Steuerungen und Micro-Controllern konfrontiert. Man lernt wie man diese anschließt und schließlich auch zur Programmierung nutzt. In meiner Ausbildung haben wir z.B. eine Parkhaussteuerung, eine Förderbandanlage mit Sortierung sowie weitere Anlagen programmiert und getestet.

Des Weiteren gehört auch das Verarbeiten von verschieden Werkstoffen wie Kunststoff und Metall zu dem Ausbildungsberuf, da man manchmal Teile und Befestigungen für seine Anlage selbst bauen muss. Man erlernt also die Grundkenntnisse im Bohren, Fräsen, Feilen und Schleifen damit man sich selbst im Arbeitsalltag behelfen kann!

Auch für die Endabnahme der Anlagen muss man einiges beachten, damit die Anlage sicher ist und lange funktioniert.

Wenn der Kunde also eine neue Anlage haben möchte wird erst ein sogenanntes Pflichtenheft erstellt. Hier wird alles festgehalten, was der Kunde möchte z.B. Parkhaussteuerung für 150 Autos mit Anzeige der freien Parkplätze durch Lampen in grün und rot sowie Schranken.

Der Elektroniker erstellt anschließend, anhand der Angaben des Kunden, das sogenannte Lastenheft in dem er die Eigenschaften der Anlage beschreibt.

In unserem Fall z.B. Lampen die 2 Farben anzeigen können, 2 Schranken, eine Anzeigetafel und Materialien wie Leitungen und Befestigungen sowie der Steuerungselektronik.

Der Elektroniker ist hier auch für die Planung und Auswahl der Materialien zuständig – sozusagen von der Idee bis zum Produkt.

Er schaut sich die Situation vor Ort an und beurteilt diese. Daraufhin wählt und beschafft er die Materialien. Zudem ist er für die gesamte Dokumentation zuständig, wie z.B. das Erstellen von Schaltplänen und Betriebsanleitungen für den Kunden. Wenn die Anlage errichtet wurde steht die Inbetriebnahme an. Hierzu werden Prüfprotokolle für die Messungen und die Funktionsprüfung erstellt. Die Inbetriebnahme wird von einem Meister begleitet, welcher die Ergebnisse der Inbetriebnahme kontrolliert und für diese verantwortlich ist.

Soweit der Beruf des Elektronikers für Betriebstechnik (blau).

Zur Ausbildung als Industriekaufmann (grün) kann ich noch nicht ganz so viel erzählen, da ich im 1. Lehrjahr bin. Es gibt jedoch einige nicht ganz offensichtliche Parallelen zu meinem alten Beruf.

Auch in der Ausbildung als Industriekaufmann braucht man gute mathematische Kenntnisse sowie die Fähigkeit sich in Abläufe einzudenken sie zu strukturieren und anhand einer Zielvorgabe ein Ergebnis zu erbringen, jedoch steht bei der kaufmännischen Ausbildung der administrative Charakter im Vordergrund. Als Industriekaufmann kann man in allen kaufmännischen Bereichen eines Unternehmens eingesetzt werden, dazu gehören z.B. Bereiche wie das Marketing, der Vertrieb, der Einkauf, die Buchhaltung oder auch die Personalabteilung. Um euch die Bereiche mal näher zu bringen, in denen ich schon Erfahrungen sammeln konnte, werde ich euch deren Kernaufgaben kurz erläutern.

Versand: Der Versand kümmert sich um die Organisation der Warentransportes, in unserem Fall auch international. Hier werden sämtliche, für den Transport wichtige, Dokumente erstellt bzw. beantragt. Zudem koordiniert er die Abholung der Waren mit den Spediteuren und die fristgerechte Lieferung.

Marketing: Das Marketing kümmert sich um die Außenwirkung und Medienpräsens des Unternehmens. Es ist aber keine „Influencer-Stelle“, wie man es sich vielleicht als „Insta-Newcomer“ vorstellt. Hier liegt der Fokus auf der professionellen Darstellung des Unternehmens. Die Homepage, Kataloge, Messen sowie die Gestaltung von Formularen werden durch das Marketing erstellt, damit das Unternehmen möglichst einheitlich und ansprechend auftritt.

Einkauf: Der Einkauf ist für die Beschaffung von Rohstoffen und Verbrauchsgütern zuständig. Hier werden Angebote angefragt und Preise verhandelt. Für die Suche nach Lieferanten und die Ermittlung des günstigsten Preises, mit möglichst geringem Aufwand, lernt man mehrere Verfahren kennen.

Vertrieb: Der Vertrieb ist für den Absatz der Produkte zuständig. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Kundenakquise, um neue Kunden zu gewinnen und mehr Produkte zu verkaufen. Zusätzlich werden hier auch die Kundenanfragen bearbeitet und es wird versucht für den Kunden die beste Lösung zu finden.

 

Im weiteren Verlauf meiner Ausbildung werde ich noch die IT-Abteilung das Controlling und weitere Bereiche des Unternehmens kennenlernen.

Wenn ich diese Abteilungen durchlaufen habe werde ich euch auf dem Laufenden halten und meine Zusammenfassung entsprechend erweitern.

Max
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