Ausbildung Verkürzen: Ja oder Nein?

Für mich und die anderen aus meinem Lehrjahr stehen im Sommer die Prüfungen an und fast die hälfte unserer Berufsschulklasse hat die Ausbildung bereits verkürzt. Genau das hat auch Corinna gemacht. Im Januar hatte sie ihre mündliche Prüfung und betsand diese mit bravour. Dazu noch einmal Herzlichen Glückwunsch von mir 🙂

Da sie kein eigenes Profil auf dem Blog hat und trotzdem etwas dazu beitragen wollte, möchte ich ihn mit Euch teilen! Viel Spaß beim lesen.

Ich habe vor etwa einem Monat die Ausbildung zur Industriekauffrau abgeschlossen und sowohl die schriftlichen als auch die mündliche Prüfung/en erfolgreich absolviert.

Die Entscheidung, meine Ausbildung zu verkürzen, stand für mich schon sehr früh fest. Wenn mich jetzt jemand fragt, ob ich noch ein weiteres mal eine Ausbildung verkürzen würde, dann wäre meine Antwort: „auf jeden Fall!“. Ich persönlich habe es als nicht besonders anstrengend empfunden. Natürlich waren die Nerven kurz vor der Prüfung am Ende und das Lernen ist auch nicht mit wenig Stress verbunden. Aber letztendlich kommen diese Dinge so oder so auf einen zu, ob nach drei oder zweieinhalb Jahren.

Ich möchte einmal erklären, was sich ändert, wenn man sich dazu entscheidet, zu verkürzen. Zum einen muss man sich natürlich früher auf die Abschlussprüfung vorbereiten, um einen Vorbereitungskurs kümmern und früher mit dem Thema der mündlichen Prüfung auseinandersetzen. Aber das muss man ja auch, wenn man nicht verkürzt. Man merkt es eher in der Berufsschule, dass sich etwas verändert. Die Klasse teilt sich irgendwann auf und der Stoff, der eigentlich im zweiten Halbjahr dran käme, muss noch vor der Prüfung durchgenommen werden. Während die Verkürzer also die Themen des eigentlich zweiten Halbjahres im ersten Halbjahr lernen, haben die, die nicht verkürzen, einen Wahlpflichtkurs. Hier kann man sich zum Beispiel zu den Kursen Spanisch, Kultur oder Work-Life-Balance anmelden. Auch die, die nicht verkürzen, müssen sich langsam für einen Vorbereitungskurs entscheiden und anmelden.

In den Vorbereitungskursen geht man noch einmal fast alle Themen, die in der Berufsschule dran kamen, durch. Meistens mit alten Prüfungen und Lernmaterial zu bestimmten Themen.

Also nun die Frage: Verkürzen oder nicht Verkürzen?

Ich und die anderen Verkürzer aus unserem Jahrgang können es nur empfehlen, da es keinen großen Unterschied von 2,5 zu 3 Jahren gibt. Natürlich liegt es immer im eigenen Ermessen und man selber kann immer am besten entscheiden, ob man in der Lage ist, die Ausbildung auch in 2,5 Jahren erfolgreich zu bestehen. Ein netter Nebeneffekt ist natürlich auch, dass man eher das „richtige“ Gehalt bekommt und bezieht nicht länger Azubi-Gehalt.

Alles in Allem kann ich also nur eine Empfehlung dafür aussprechen und den Rat geben, vielleicht doch einmal darüber nachzudenken 😉

Laura
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